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Ausbildung in unruhigen Zeiten

Bundesregierung unterstützt Ausbildungsbetriebe

Wer in diesen Tagen noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, der hat an vielen Stellen durchaus Grund, sich Sorgen zu machen. Die Corona-Pandemie hat die gesamte Weltwirtschaft durcheinandergewirbelt und mittlerweile ist klar, dass die Maskenpflicht und die Schließung der Gastronomie längst nicht alles ist, was durch die Pandemie beeinflusst ist. Der Einfluss reicht viel weiter. Weltweit reagieren die Menschen auf die unsichere Lage mit verhaltenem Konsum, davon betroffen nicht nur produzierende Unternehmen, sondern alle, angefangen vom Automobilzulieferer bis zum Friseur.

29.01.2021

Foto: ©Di Studio – stock.adobe.com

Viele Unternehmen, die in den vergangenen Jahren in jedem Jahr neuen Auszubildende in ihren Betrieben den Start ins Berufsleben ermöglicht haben, denken nun zwei Mal nach, bevor sie sich für einen Auszubildenden entscheiden. Der Ausbildungsstart 2020 ist längst erfolgt, nun geht es um die Azubis des Jahres 2021, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Die Bundesregierung hat auf die Situation reagiert und im Rahmen des Konjunkturpakets auch Hilfe für ausbildende Unternehmen zugesichert. So werden für Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten, wenn sie die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren nicht verringern, 2000 Euro pro Ausbildungsplatz gezahlt, wer mehr als zuvor ausbildet, erhält sogar 3000 Euro pro Vertrag. Die Prämien werden nach dem Ende der Probezeit ausgezahlt.
 

Hotel Heinz GmbH

Auch für Betriebe, die Auszubildende übernehmen, die coronabedingt ihren Ausbildungsplatz verloren haben, erhalten eine Förderung von 3000 Euro, wer einem Azubi temporär die Ausbildung weiter ermöglicht, so lange der eigentliche Ausbildungsbetrieb nicht weiterarbeiten kann, erhält 1500 Euro. Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder Ausbildungsdienstleister erhalten eine Unterstützung von 8000 Euro.
 

Mit diesen Maßnahmen will der Bund dafür sorgen, dass ausbildungsinteressierten jungen Menschen auch im Jahr 2021 und darüber hinaus eine berufliche Perspektive offensteht. Das Förderprogramm läuft bis zum 30. Juni 2021, bis dahin erhofft man sich eine Stabilisierung des Ausbildungsmarktes. So lange hilft die Bundesregierung, Ausbildung auch in unruhigen Zeiten sicher zu machen.