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1. AgrarWinterTage 25. bis 29. Januar 2021

Startschuss für die AgrarWinterTage – Zusammen weitergehen

Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück ist Fort- und Weiterbildungsstätte für Landwirte und Winzer der Region. Und dies bereits seit 125 Jahren. Eine lange Tradition in Lehre, Beratung und Versuchswesen. Eine Verpflichtung für die Zukunft.

25.01.2021

Fotos: DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück

2021 entsteht etwas Neues: Die 72. Agrartage Rheinhessen und die 65. Kreuznacher Wintertagung werden zusammen die 1. AgrarWinterTage des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück. Wir werden das Weiterbildungsforum für die gesamte Region Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Hunsrück. Der Verein Ehemaliger Rheinhessischer Fachschüler Oppenheim e.V. (VEO) und der Verband Kreuznacher Agrarabsolventen e.V. (VKA) bleiben an unserer Seite als Hauptveranstalter und auch die anderen Mitveranstalter gehen diesen Schritt mit uns. Geplant ist für die Zukunft der Umzug nach Mainz auf das Messegelände.

Selbstverständlich ist solch ein Schritt mit Wehmut verbunden. Immerhin sind die beiden Veranstaltungen in Bad Kreuznach und Nieder-Olm nicht nur etabliert, sie hatten eine lange Tradition, sind Kult. Hier traf sich die Branche Jahr für Jahr, um zu erfahren, was das DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück an innovativem Wissen zu bieten hat, um sich bei den Ausstellenden über die neueste Technik zu informieren und sich miteinander zu vernetzen. Dies wird auch zukünftig so bleiben, denn es geht nicht darum, etwas Gutes abzuschaffen! Wir vereinen zwei Veranstaltungen und schaffen damit etwas Neues, das auf dem Bewährten aufbaut und die Traditionen fortführt.

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Dieser Schritt war nötig und es gibt gute Gründe, ihn jetzt zu tun: Der Strukturwandel in der Branche ist spürbar. Die Zahl der Landwirte und Winzer sinkt von Jahr zu Jahr. Der Besuch im Plenum der Agrartage Rheinhessen und der Kreuznacher Wintertagung lässt entsprechend nach. Das DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück organisierte jährlich im Abstand von nur einer Woche zwei Großveranstaltungen mit vergleichbarem Programm. Dies wird nun zusammengefasst, um Ressourcen zu bündeln und für andere Aufgaben freizusetzen. Auch für viele Ausstellenden, die an beiden Tagungen Präsenz zeigten, war es ein alljährlicher Kraftakt. Die Ausstellung in Nieder-Olm, die vom VEO organisiert wurde, kam zuletzt an ihre Grenzen mit mehr als 420 Ausstellenden und knapp 15000 Messebesuchern aus allen deutschen Anbaugebieten und internationalen Gästen. Hinzu kommen unsere Pläne, diese Ausstellung um die Bereiche Landwirtschaft und Digitalisierung zu erweitern – höchste Zeit also für einen Umzug in die Landeshauptstadt und einzige deutsche Weinhauptstadt („Great Wine Capital“) Mainz.

So war es geplant. Uns so soll es werden. Doch 2021 kommt es erst einmal ganz anders: Aufgrund der Corona-Pandemie ist die geplante Tagung leider nicht durchführbar. Ausfallen soll sie jedoch nicht, denn es gibt eine ganze Menge interessanter Themen. Aus diesem Grund gehen wir online und bieten unsere Tagung komplett als Streaming an. Für uns ist dies eine besondere Herausforderung, weil wir damit in dieser Größenordnung keinerlei Erfahrung haben. Aber bekanntlich wächst man mit seinen Aufgaben. Sicherlich ergeben sich hieraus Chancen für die Zukunft. Die zu sammelnden Erfahrungen können in zukünftige Beratungs- und Weiterbildungsformate einfließen und bringen uns alle ein Stück weiter im Themenfeld der digitalen Beratung. Ab dem Jahr 2022 möchten wir die AgrarWinterTage des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück allerdings als DIE Tagung der Region in Mainz auf dem Messegelände durchführen.

Ihr Michael Lipps, Dienststellenleiter Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück

Digitale Ausstellung

Vom 25. bis 29. Januar feiert die 1. AgrarWinterTagen eine Doppelpremiere: Die 72. Agrartage Rheinhessen und die 65. Kreuznacher Wintertagung werden gemeinsam zu den 1. AgrarWinterTagen des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück. Damit wird die Veranstaltung zu dem Weiterbildungsforum überhaupt und das alles komplett digital in 2021. Auf der Homepage www.agratage.de werden die Besucher auf die digitale Plattform zu den Vorträgen und den virtuellen Messehallen geleitet. Am Montag, 25. Januar, wird um 9 Uhr die digitale Ausstellung mit rund 80 Ausstellern der AgrarWinterTage eröffnet. Hier finden Sie alle relevanten Informationen zu unserem Digitalforum mit vielen spannenden Vorträgen wie auch zur Ausstellung.

KONTRAST: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Vier Anbaugebiete, 19 Jungwinzer*innen, acht verschiedene Weine und eine Weinschorle

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Anders ist nicht immer schlecht – genau das haben 19 Schüler* innen der Weinbau-Fachschule Oppenheim in diesem Jahr während ihres Fachschulprojektes gelernt. Trotz der erschwerten Umstände und ohne die geplanten Aktivitäten auf den AgrarWinterTagen haben sie eine starke Marke auf die Beine gestellt, um ihre Weine über ein schlüssiges Onlinevermarktungskonzept zu verkaufen. Wie in den Jahren zuvor wurde eine Weinlinie aufgebaut, die bei einer exklusiven Onlineweinprobe am 28. Januar um 19 Uhr im Rahmen der JUNG.WEIN.NACHT@HOME Premiere feiert. Zur Verkostung wurde ein Weinpaket zusammengestellt. Der Versand erfolgt seit dem 11. Januar. 01.2021 (Infos im Internet unter www.youwine.de/weingut/weinfachschuleoppenheim-jungweinnacht/).

Projektorientiertes Lernen in der Fachschule

Das Fachschulprojekt ist ein bedeutender Anreiz für die Jungwinzer, eine Fortbildung zum Wirtschafter für Weinbau und Oenologie in der Fachschule am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR) in Oppenheim zu absolvieren. Das Schulprojekt bietet eine praxisnahe Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen für das eigene Berufsleben zu sammeln. So erzeugen die Fachschüler alljährlich einen Wein in Eigenregie, der auch vermarktet wird. Weinbau, Kellerwirtschaft und Marketing greifen bei diesem Projekt ineinander, sodass die Fachschüler den

Produktprozess von A bis Z miterleben und gestalten. Prozesse werden strategisch geplant, bevor die Schüler selbstständig Trauben lesen und diese keltern. Anhand von erarbeiteten Fahrplänen werden die Trauben verarbeitet und zum Wein ausgebaut. Zur Planung und Steuerung der Abläufe gehören die Auswahl von Rebsorten und die Festlegung von Geschmacksprofilen, um am Ende ein Weinsortiment zu präsentieren, das seine Käufer begeistert.

Kundenbedürfnisse und aktuelle Trends werden analysiert, um den Geschmack der Weine möglichst zielgenau zu definieren. Die Frage nach analytischen Werten wie Restzucker oder Säure werden für jeden Wein einzeln diskutiert.

Der gesamte Wertschöpfungsprozess von der Traubenproduktion bis hin zum Verkauf der Weine steht im Verantwortungsbereich der Schüler. Die gesamte Weinlinie basiert auf einem schülerentwickelten Konzept.

Weine im KONTRAST

Acht Weine auf Augenhöhe umfasst das KONTRAST-Sortiment. Jeder der Weine ist komplett eigenständig und alle stehen sie im Kontrast zueinander. Gleichzeitig bilden sie ein einheitliches Bild und eine zusammengehörige Weinlinie. Vier Rieslinge stellen die Einzigartigkeit der Weinbauregionen Rheingau, Mosel, Nahe und Rheinhessen heraus. Zudem bietet die Vielfältigkeit im Weinbau so viel mehr, was durch die weiteren vier Weine deutlich gemacht wird: Cabernet Blanc, Silvaner, Goldmuskateller und Roter Riesling erzeugen einen Spannungsbogen, der den Kontrast dieser Vielfalt lebendig macht.

Etikettendesign so eigenständig wie die Weine

Um die Eigenständigkeit der Weine auch grafisch hervorzuheben, bekommt jeder Wein ein individuelles Etikett mit Hinweisen auf den Inhalt der Flasche: Symbole aus den Regionen, welche die Herkunft der Weine verdeutlichen, zieren die Flaschen. Jeder Wein trägt zudem einen Buchstaben auf dem Etikett. In der richtigen Reihe aufgestellt, ergibt sich der Name der Weinlinie: KONTRAST. Dadurch sind die Etiketten so eigenständig wie die Weine, aber dennoch miteinander verbunden.

Programm der AgrarWinterTage

Montag, 25. Januar

9.00 Uhr: ERÖFFNUNG DIGITALE AUSSTELLUNG der 1. AgrarWinterTage

17.30 Uhr: Eröffnung der 1. AgrarWinterTage 2021–Digitalforum

18.00 bis 20.00 Uhr: TAGDER RHEINHESSISCHEN LANDFRAUEN

Dienstag, 26. Januar

9.30 bis 11.30 Uhr: ZUCKERRÜBENFACHVERSAMMLUNG 2021
Zuckerrübenanbau aktuell – Es geht weiter!
Neue Entwicklungen, neue Forschungsergebnisse

13.00 bis 17.00 Uhr: LANDWIRTSCHAFT
„Herausforderung an die Landwirtschaft“

Mittwoch, 27. Januar

10.00 bis 12.00 Uhr: BAUERN- UND WINZERVERBAND RHEINLANDPFALZ SÜD e.V.
GemeinsameAgrarpolitik (GAP)
Begrüßung und thematische Einführung
„EU-Agrarförderung in den 2020er-Jahren–wohin führen Green Deal, Strategieplan und Grüne Architektur?“
Diskussion

13.30 bis 16.30 Uhr: OBSTBAUTAG RHEINLAND-PFALZ
Begrüßung

Donnerstag, 28. Januar

9.00 bis 12.00 Uhr: OENOLOGIE UND MARKTWIRTSCHAFT
• Begrüßung
• Ernte- und Verarbeitung bei warmen Temperaturen

10.00 Uhr:
• Weintypen mit gezieltem Holzeinsatz
• Vinifizierung von Süßwein

11.00 Uhr:
Weinmarkt 21 – bleibt alles anders?

16.30 bis 18.00 Uhr: JUNGWINZERFORUM der Landjugend Rheinhessen Pfalz
• Onlinemarketing 2021 – Herausforderungen der Zukunft.Webshop, Responsive Design, SEO, Social Commerce Voice Commerce. Viele Fragen–ein paar Antworten
• Erfahrungen aus der Praxis

19.00 bis 20.30 Uhr: JUNG.WEIN.NACHT@HOME: Winetasting mit den Oppenheimer Fachschülern

Freitag, 29. Januar

9.00 bis 12.00 Uhr: WEINBAU
• Begrüßung
• Jahresrückblick 2020 – Nichts ist beständiger als der (Klima-)Wandel
• Oidium – Strategien für integriert und ökologisch arbeitende Betriebe

10.00 Uhr:
• Kupferreduzierungsstrategien im ökologischen Weinbau– Erste Ergebnisse aus dem Verbundprojekt VITIFIT
• Der Klon macht die Musik! Bewährte, neue und besondere Varianten klassischer Rebsorten

11.00 Uhr:
• Weinbauberatung der Zukunft – Total digital?

• ChatBot in der GeoBox – Künstliche Intelligenz hilft bei der Pflanzenschutzplanung – Podiumsdiskussion zur Vorstellung des ChatBots

14.00 bis 17.00 Uhr GROSSE JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG WEINBAUVERBAND RHEINHESSEN
Aktuelle Weinbaupolitik
• „Weinbau in Rheinhessen 2021 – aktiv die Zukunft gestalten“
• Podiumsrunde zum aktuellen Stand der Weinrechtsnovelle sowie zu den Zielen der Förderpolitik und -Programme im Weinbau
• Diskussion und Schlusswort

www.agrartage.de