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Neue Rabatte anlegen

Bunte Rahmen für den Garten wollen gut geplant sein

Rabatte vermutet man eher im Einkaufszentrum, nicht unbedingt im Garten, aber vor allen Dingen in Vorgärten und Parks sind diese Blumenbeete ein Muss. Je nach Art der Bepflanzung zeigen sie das ganze Jahr über dichtes Buschwerk oder bunte Blüte und sind, einmal bepflanzt, relativ pflegeleicht. Dabei sollte allerdings von Beginn an klar sein, welche Blumen oder Sträucher ihren Weg in die Rabatte finden sollen.

22.04.2021

Foto: Andrea - stock.adobe.com

Rabatte kennt man vor allen Dingen aus Parks und botanischen Gärten, im Privatbereich dienen diese langen, schmalen Beete vor allen Dingen zur Eingrenzung der Rasenfläche oder sie säumen den Rand des Vorgartens und den Weg zur Eingangstür. Damit erklärt sich auch direkt der Wortursprung: „rabat“ ist ein altes niederländisches Wort für „Kleidersaum“.

Rabatten werden meist mit Wechselbepflanzung angelegt, das heißt, dass mindestens zweimal, manchmal sogar dreimal im Jahr das Beet komplett neu bepflanzt wird. Diese Neubepflanzungen finden jeweils im Frühling und Sommer statt, je nach Vorliebe noch ein letztes Mal im Herbst. Damit kann gewährleistet werden, dass das Beet zu allen Jahreszeiten in voller Blüte steht und dekorativ ist. Dabei muss darauf geachtet werden, dass nur Blumen gepflanzt werden, die in den entsprechenden Jahreszeiten in Blüte stehen. Wechselbepflanzung ist allerdings zeit- und arbeitsintensiv, da die Rabatten jedes Mal komplett umgepflanzt werden müssen: alte Knollen und Wurzeln müssen entfernt werden, neue Pflanzen müssen eingepflanzt werden. Dazu kommt das regelmäßige Unkraut jäten und, je nach Bepflanzung, das eventuelle Zurückschneiden von Sträuchern und Stauden.

Erst planen, dann pflanzen

Wer trotz dieser Aussicht Interesse daran hat, neue Rabatten im eigenen Garten anzulegen, der sollte zunächst einmal genau Ort und Größe der Beete einplanen. Je nach Form des Gartens lohnen sich verschiedenen Formen und Standorte der Rabatte: Wellenförmige, schmale Beete entlang des Randes des Rasens können einen rechteckigen Garten optisch auflockern, ein großer Garten mit weitläufigen Wiesen profitiert von mittig gesetzten Rabatten, die die Leere etwas auffüllen. Egal, wie und wo das Beet letztlich entsteht, es sollte letztlich nicht zu breit werden, sodass man vom Rand aus problemlos alle Pflanzen erreichen und den Boden pflegen kann. Wer doch auf breitere Rabatten setzt, sollte kleine Zwischenwege anlegen, um einfacher in der Rabatte arbeiten zu können, ohne Pflanzen und Boden zu beschädigen.

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Sind der perfekte Ort und die Form der Rabatte gefunden, gilt es nun, den Boden entsprechend vorzubereiten. Hierfür sollte die Erde mindestens 1-2 Spaten tief umgegraben und gelockert werden. Sortiert man an diesem Arbeitsschritt bereits penibel alle Wurzelstücke aus der Erde, verhindert das einen allzu schnellen und übermäßigen Bewuchs mit Unkraut im späteren Beet. Alternativ bietet sich noch die No Dig Methode an, über die wir in einer der nächsten Ausgaben der Gartenwochen berichten. Anschließend kann man das Beet dann noch dekorativ einsäumen, beispielsweise mit Wackersteinen, Steinplatten oder Holzpflöcken. Eine solche Begrenzung ist allerdings kein Muss, verhindert aber im Zweifelsfalle, dass der Rasen sich wieder in das Beet ausbreitet.

Nun kann die Rabatte bepflanzt werden. Dabei sollte stets auf die Jahreszeit und die empfohlenen Setzzeiten geachtet werden. Rabatte sind allerdings keine Gemüsebeete. Sie dienen hauptsächlich der Dekoration und sollten daher mit bereits ausgewachsenen Blumen gepflanzt werden. Wechselt man zu jeder Jahreszeit die Bepflanzung, gewährleistet man so eine durchgehende Blütenpracht, die Bienen und Schmetterlinge anlocken kann.

Aber nicht nur Blumen finden in Rabatten Platz, auch Stauden und Sträucher können so einen eigenen Bereich im Garten finden. Die sind meist etwas pflegeleichter als Blumen, da sie lediglich zurückgeschnitten werden müssen und nicht alle drei Monate ausgetauscht werden müssen. Wichtig ist nur, unbedingt winterharte Arten zu pflanzen, damit sie Frost und Schnee überdauern.

Mulch hilft gegen Unkraut

Wer ein wenig Arbeit bei seiner Rabatte einsparen will, der kann den Boden mit Mulch einstreuen. Das verhindert übermäßigen Unkrautwuchs und bietet umgekehrt vielen Insekten ein warmes Zuhause. Eine weitere Möglichkeit ist ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies, das zumindest verhindert, dass Unkraut tief wurzelt. Dieses zu verlegen bedeutet allerdings einen Mehraufwand beim Anlegen des Beetes und kann nur schwer nachträglich, nach einer bereits erfolgten Bepflanzung, erfolgen.

Welche Blumen pflanze ich wann?

FRÜHJAHRSBLÜHER
Krokus, Narzisse, Tulpe, Primel, Schneeglöckchen, Hyazinthe

SOMMERBLÜHER
Dahlie, Geranie, Rose, Gladiole, Sonnenhut, Lilie, Prachtscharte

HERBSTBLÜHER
Fette Henne, Chrysantheme, Eisenhut, Herbstzeitlose, Aster