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Ein viertel Jahrhundert Tag der Erneuerbaren Energien

Zum Jubiläum am 24. April 2021 begleitet das #TeamErneuerbare mit einer digitalen Aktionswoche

Anlässlich des Gedenkens an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 ergriff die Gemeinde Oederan erstmalig 1996 die Initiative und rief Betreiber regenerativer Energieanlagen dazu auf, ihre Türen zu öffnen und der Bevölkerung zu zeigen, wie die Alternative zu nuklearer und fossiler Energie aussieht. Was mit 27 Anlagen in Sachsen begann, ist mittlerweile ein etablierter Aktionstag in ganz Deutschland.

26.04.2021

Foto: lassedesignen - stock.adobe.com

Erneuerbare Energien sind mittlerweile die zentrale Säule der Energiewende geworden und mit einem Anteil von rund 46 Prozent (2020) Stromproduzent Nummer 1 in Deutschland. Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem unzählige Menschen mitwirken. Unter dem Motto „Energiewende – Gemeinsam packen wir´s an“ werden daher in der Aktionswoche die vielfältigen und nachhaltigen Arbeitsplätze in dieser Branche im Fokus stehen.

Aufgrund der Corona-Pandemie werden auch in diesem Jahr viele Veranstaltungen digital stattfinden – wie zum Beispiel ein Politik-Talk zu der Frage, welche Bedeutung die Arbeitsmarktpolitik für das Gelingen der Energiewende spielt. Schon jetzt sind alle Mitgestalter*innen der Energiewende dazu aufgerufen, sich an der Mitmach-Aktion zur beteiligen und in der Aktionswoche ein Statement über ihren Beitrag unter den Hashtags #TeamErneuerbare und #TagDerErneuerbaren in den Sozialen Medien zu teilen.

Insbesondere im Superwahljahr 2021 ist es den Veranstaltern wichtig, die Bedeutung der vielen Arbeitsplätze in der Branche zu betonen und die Gesichter der Energiewende zu zeigen, sodass die nächste Legislaturperiode ganz im Zeichen der Erneuerbaren Energien steht. Mehr als 300000 Menschen in Deutschland und 11,5 Millionen weltweit arbeiten in dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Von A wie Anlagenmechaniker* in bis Z wie Zulassungsbeauftragte* r: Vielfältige Berufe bieten einen engen Bezug zu Erneuerbaren Energien. Quelle: bee-ev.de
   


Fördermöglichkeiten für erneuerbare Energien – Bis zu 55 Prozent sind drin

Der Staat fördert den Umstieg auf erneuerbare Energien. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Fördermöglichkeiten. Seit Langem setzen viele Bundesbürger auf Solarkollektoren und verbauen diese auf ihrem Dach. Wer dies auch für sich in Betracht zieht, kann mit folgender Förderung rechnen: Bei der Errichtung und Erweiterung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung, kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung, solarer Kälteerzeugung sowie Zuführung der Wärme/Kälte in ein nichtöffentliches Wärme-/Kältenetz („Gebäudenetz“) wird mit 30% gefördert. Bei der Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines geförderten.

Individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) erhöht sich die Förderquote um 5 %-Punkte.

Auch die Heizungstechnik wird in vielen Haushalten modernisiert. Wer sich für eine Biomasseheizung entscheidet, darf mit folgenden Förderung rechnen: Bei der Errichtung oder Erweiterung von Biomasseanlagen für die thermische Nutzung ab 5 kW Nennwärmeleistung gibt es 35% Förderung für einen Kessel zur Verbrennung von Pellets und Hackschnitzeln, Pelletöfen mit Wassertasche, Kombinationskessel zur Verbrennung von Pellets beziehungsweise Hackschnitzel und Scheitholz sowie emissionsarme Scheitholzkessel. Bei einem gleichzeitigen Austausch einer ölbetriebenen Heizungsanlage gegen eine vorgenannte Biomasseanlage (Austauschprämie Ölheizung) gibt es 45% vom Staat. Bei Einhaltung eines Staubemissionsgrenzwertes von max. 2,5 g/mm3 (Typprüfung) wird ein Innovationsbonus „Biomasse“ von 5 %-Punkten gewährt. Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) erhöht sich die Förderquote um 5 %-Punkte.

Ebenfalls beliebt sind Wärmepumpen. Hier gibt es drei unterschiedliche Fördermöglichkeiten. 35% Förderung gibt es bei Wärmepumpen-Beheizung über Wasser für elektrisch betriebene Wärmepumpen (Wärmequellen Luft, Erdwärme, Wasser, Sonstige) sowie gasbetriebene Wärmepumpen (alle Wärmequellen). Ebenfalls 35% Förderung gibt es für die Wärmepumpen-Beheizung über Luft (elektrisch und gasbetriebene Wärmepumpen). Bei einem gleichzeitigen Austausch einer ölbetriebenen Heizungsanlage gegen eine vorgenannte Wärmepumpe gibt es 45% Förderung. Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines geförderten individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) erhöht sich die Förderquote um 5 %-Punkte.