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Das Gras auf der anderen Seite des Winters

Frühjahrspflege für den Rasen

Wenn der Winter endlich vorbei ist und die letzten frostigen Nächte vergangen, dann treibt es den Hobbygärtner wieder in den Garten. Hier gibt es nach der kalten, nassen Jahreszeit eine Menge zu hegen und pflegen und neu anzubauen. Aber einem zentralen Bestandteil des Gartens wird dabei häufig nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt: dem Rasen. Im Gegensatz zur Wiese, die nach dem Winter von ganz alleine wieder mit wilden, heimischen Gräsern und Blumen zuwächst, braucht der penibel angelegte Rasen häufig ein wenig Hilfe nach der kalten Jahreszeit. Der Frühling ist daher der perfekte Zeitpunkt zum Düngen, Vertikutieren und Nachsäen.

29.04.2021

Der perfekte Rasen braucht im Frühjahr ein wenig Hilfe. Foto: Mariusz Blach - stock.adobe.com

Ist die Schneedecke geschmolzen und der letzte Frost überstanden, gilt es zunächst, den Zustand des Rasens zu klären. Dafür sollte er ordentlich gerechelt werden, um so Zweige, Laub und lockeres Moos zu entfernen. Außerdem erwischt man so auch angefaulte, abgestorbene oder verschimmelte Grashalme, die dem Rasen auf lange Sicht nur schaden würden. Als Nächstes darf der Rasenmäher aus dem Schuppen oder Keller geholt werden. Allzu kurz sollte die Schur nicht werden, 4-5 cm reichen völlig aus. Wichtig ist, vor dem ersten Mähen die Klingen des Geräts zu prüfen, um sicher zu gehen, dass sie noch scharf genug sind. Stumpfe Klingen sorgen dafür, dass die Grashalme nicht etwa glatt abgetrennt werden, sondern teils samt Wurzel aus dem Boden gerissen werden.

Erste Prüfung – wo sind Schäden?

Ist der Rasen einmal gemäht, lässt sich leicht erkennen, an welchen Stellen er nachgebessert werden muss. Typische „Problemzonen“ sind Moosbefall, gelbe oder braune Flecken, und lichte Stellen in der Grünfläche. Für all diese Probleme gibt es aber einfache Lösungen.
     

Der Laubengang ist seit der Renaissance beliebtes Gestaltungselement in Gärten. Auch wenn nicht jeder Garten groß genug für ein ausladendes Modell ist, auch kleine Pergolen spenden Schatten. Foto dziewul - stock.adobe.com:
Der Laubengang ist seit der Renaissance beliebtes Gestaltungselement in Gärten. Auch wenn nicht jeder Garten groß genug für ein ausladendes Modell ist, auch kleine Pergolen spenden Schatten. Foto dziewul - stock.adobe.com:

Moos ist der Erzfeind vieler Gartenbesitzer. Vor allen Dingen in schattigen Ecken weist der Rasen meist mehr Moos als Gras auf – was nicht unbedingt Sinn und Zweck der Sache ist. Aber nicht nur fehlende Sonne begünstigt den Moosbefall, sondern auch der falsche PH-Wert des Bodens. In saurer Erde, also solche mit einem pHWert bei oder unter 5, fühlen sich die Flechten besonders wohl. In vielen Baumärkten gibt es Schnelltests, mit denen man den eigenen Rasen testen kann. Liegt der Wert unter dem gewünschten Idealfall, kann man dem Boden mit Kalk nachhelfen. Der wird nach dem ersten Mähen im Frühjahr verteilt und hilft nicht nur, bereits bestehenden Moosbefall einzudämmen, sondern beugt auch weiterem Befall vor.

Wer zusätzlich noch selbst Hand anlegen will bei der Bekämpfung von Moos, der kann den Rasen auch vertikutieren. Dabei wird die Grasfläche mit einem speziellen Gerät – dem namensgebenden Vertikutierer – etwa 2mm tief in langen Linien eingeritzt. Dabei löst man nicht nur das weniger stark verwurzelte Moos, sondern lüftet zusätzlich den Boden und die Grasschicht durch. Aber das Vertikutieren soll gelernt sein! Übertreibt man es, indem man beispielsweise zu viele Linien zieht oder zu tief in den Boden sticht, kann das Wurzelwerk des Grases beschädigt werden und der Rasen absterben.

Braune und gelbe Flecken im Rasen können auf verschiedene Probleme hinweisen. Häufig sind es ausgetrocknete Stellen, die sich seit dem vorhergegangenen Sommer nicht vollkommen erholt haben, oder durch Schneeschimmel abgestorbene Halme. An diesen Stellen lässt sich das Gras meist nicht mehr retten und muss daher neu ausgestreut werden. Auch an anderen Ecken, an denen beispielsweise durch festgetretene Pfade Lücken im Rasen entstanden sind, lohnt sich im Frühjahr eine Ausbesserung durch erneutes Aussäen und anschließendem Düngen.

Nachsäen nicht bei zu kalten Temperaturen

Wichtig vor diesem Schritt ist, dass der letzte Frost eine Weile zurückliegt. Der Boden darf nicht kühler als 10°C sein, sonst keimen die Grassamen nicht. Zusätzlich sollten die nachgesäten Stellen durchgängig feucht gehalten und nicht betreten werden, damit die jungen Grashalme nicht direkt plattgetreten werden. Zuletzt kann man mit dem richtigen Dünger sowohl den neuen Keimen, als auch dem bereits bestehenden Rasen wichtige Nährstoffe für das Wachstum geben. In vielen Fachhandlungen werden Dünger spezifisch für die jeweilige Jahreszeit angeboten, die biologisch-organische Version ist dabei immer die Beste für die übrige Tier- und Pflanzenwelt im Garten. Wer einen eigenen Komposthaufen hat, kann den übrigens auch – fein durchgesiebt – auf frisch ausgesäten Rasen geben. Das gibt den Keimen nicht nur eine gewaltigen Boost, sondern schützt die Samen auch vor hungrigen Vögeln.

Auch im Frühling kann die Sonne intensiv auf den Garten niederbrennen, daher sollte nur am Morgen oder am Abend gegossen werden. Ansonsten kann es passieren, dass die Wassertropfen wie viele, kleine Lupen wirken, die Sonne verstärken und den Rasen so ausbrennen. Richtiges Gießen ist also auch wichtig.

Sind alle diese Pflegeschritte aber einmal erledigt, kann man sich auf ein entspanntes Jahr mit einem satten, gesunden Rasen freuen. So lässt sich die Zeit im eigenen Garten auf jeden Fall genießen. F.F.

Pflanzentauschtag in Plaidt am 8. Mai

Das Organisationsteam der Pflanzentauschbörse wird auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein. Wichtig ist, dass sich alle an die A-H-A Regeln halten. Foto: Privat
Das Organisationsteam der Pflanzentauschbörse wird auch in diesem Jahr wieder mit dabei sein. Wichtig ist, dass sich alle an die A-H-A Regeln halten. Foto: Privat

Vom Plaidter Gartenbauverein wird in Zeiten von Corona nichts umgetopft, nichts eingewickelt und nichts eingetütet! Und schon gar nicht am Tauschtag, denn da sollen ja Pflanzen und Saatgut und Setzlingen angeboten werden und kein Handgriff zu viel geleistet werden! Also bitte alles auf Abstand halten!

Wer jedoch gesunde Jungpflanzen oder Stecklinge oder Staudenteile hat, die einfach zum „Tauschen“, also wie „Verschenken“, offen hingelegt werden, der ist herzlich willkommen beim Tauschtag in Plaidt. Ebenso willkommen sind alle Gäste, die nichts mitbringen können und gerne Pflanzen mitnehmen möchten.

Am Samstag, 8. Mai findet ab 14 Uhr hinter der Plaidter Hummerichhalle die Tauschbörse statt. Bitte achten Sie beim Besuch darauf, Maske zu tragen und Abstand einzuhalten.